Kompetenzen Keramik

Ceramany beherrscht sämtliche keramische Fertigungsverfahren, beginnend bei der Pulververarbeitung durch Hochdruck- und Niederdruckspritzgussverfahren, sowie Trockenpressen und isostatisches Pressen.

Die anschließende Grünbearbeitung erfolgt auf CNC Dreh- und Fräsmaschinen.

Nach dem Sinterprozess ist eine mechanische Bearbeitung nur noch durch Schleifen mit Diamantwerkzeugen möglich. Auf folgende Prozesse können wir dabei zurück greifen:

  • Flachschleifen
  • Außenrundschleifen
  • Innenrundschleifen
  • Spitzenlosschleifen
  • Honen (Flachhonen, Superfinish, Innenhonen)
  • Bohren
  • Läppen
  • Polieren

Die präzise Schleifbearbeitung erlaubt die Einhaltung enger Toleranzen nach DIN ISO 2768-mK oder besser.

Werkstoffe                     

Aluminiumoxid

Ceramany verwendet in vielen Anwendungen Aluminiumoxid, denn dieser Werkstoff ist sehr vielseitig und im Vergleich zu anderen Hochleistungskeramiken vergleichsweise günstig, vielfach auch schon günstiger als Hartmetall, was durch den Anteil seltener Erden verursacht wird.

Aluminiumoxid zeichnet sich durch eine sehr gute Abrasionsbeständigkeit aus und ist annähernd so hart wie Diamant. Weitere herausragende Eigenschaften sind chemische Resistenz z.B. gegenüber Säuren und Laugen, eine sehr hohe Temperaturbeständigkeit.

Aluminiumoxid verfügt über eine hohe Wärmeleitfähigkeit.

Durch die hohe Reinheit von 99,7 % konnte auch die Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit noch einmal deutlich verbessert werden. Durch die hohe Durchschlagfestigkeit wird Aluminiumoxid sehr häufig zur elektrischen Isolation eingesetzt.

Zirkonoxid

Zirkonoxid (Zirkondioxid) zeichnet sich durch eine sehr hohe Biegefestigkeit- und Schlagzähigkeit aus. Daraus resultiert, dass Zirkonoxid im Vergleich zu anderen Hochleistungskeramiken relativ „weich“ ist. Dadurch ist der Werkstoff gerade für Bauteile im Maschinenbau sehr interessant und eignet sich gut als Gegenpart für Stahl- oder Hartmetall, z.B. als Lünette.

Zirkonoxid ist Biokompatibel und ist somit geeignet für den Lebensmittelbereich aber auch für die Medizintechnik.

Durch die geringe Wärmeleitfähigkeit findet Zirkonoxid auch als thermischer Isolator Anwendung. Durch das in etwa gleiche E-Modul und die gleiche Wärmedehnung wie Stahl ist ein Verbau in Baugruppen unter Temperaturbelastung sinnvoll.

Siliziumnitrid

Der Allrounder unter den Hochleistungskeramiken bietet eine ganze Bandbreite an Vorteilen für die verschiedensten Anwendungsbereiche. Durch die geringe Dichte ist dieser Werkstoff sehr leicht, was gerade in Anlagen mit rotierenden oder schwenkenden Bewegungen interessant ist.

Siliziumnitrid ist ähnlich dem Aluminiumoxid sehr hart und chemisch sehr gut resistent. In Sachen Schlagzähigkeit nähert  sich Siliziumnitrid dem Zirkonoxid und ist deshalb im kompletten Maschinen- und Anlagenbau zu finden, wenn viele Probleme auf einmal auftreten.

Den größten Vorteil stellt jedoch die hohe Temperatur und Temperaturwechselbeständigkeit dar. Deshalb ist dieses Material z.B. in Induktionsanlagen zu finden. Darüber hinaus behält Siliziumnitrid auch bis fast 1000°C seine komplette Festigkeit und dehnt sich kaum aus.